Teilnehmer:
max. 2 TN pro Bergführer

 

Kosten:
410,00 Euro p.P. (255,00 Euro p.P. bei 2 Teilnehmern)
Inkl. Vorbereitungstag:
740,00 Euro p.P. (440,00 p.P. bei 2 Teilnehmern)

 

Ausrüstung:
Helm*, Kletterpatschen*, Klettergurt*, Berg- oder Wanderschuhe,                kleiner Rucksack, Jause
*Kosten Leihausrüstung 9,00 Euro (pro Person/Tag nicht inbegriffen)

 

Schwierigkeit:
Kondition: ####
Technik: #####
(einige Stellen 4, Rest überwiegend 3)

No 3 Nordkante PREDIGTSTUHL

 

Ablauf:

Den Predigtstuhl besteigen wir über seine imposante Nordkante, die uns super Fels und interessante Kletterei bis zum 4. Grad bietet. Vor allem das bekannte Oppelband, kurz unterhalb des Gipfels bietet uns atemberaubende Tiefblicke. Der Abstieg erfolgt durch Abseilen über den Botzong Kamin. Wer noch fit genug ist, kann die Überschreitung zum Hauptgipfel anhängen.

 

Hintergrundgeschichten:

 

 

Mit Tiefblickgarantie: Die Nordkante auf den Predigtstuhl gilt als die ausgesetzteste Kletterei der gesamten Nordalpen im vierten Schwierigkeitsgrad. Am berühmtberüchtigten Oppelband, welches man kriechend bewältigen muss, baumelt man 400 Meter über dem Abgrund. Vielleicht kann man es damit vergleichen, am Empire State Building in der obersten Etage am Fenstersims herumzukriechen? Wobei das Empire State Building ist nur 381 m hoch.

 

Bergname:

Predigtstuhl ist ein anderer Begriff für die Kanzel in einer Kirche. Von diesem erhöhten Ort aus hielt der Priester seine Predigten und verkündete über der Kirchengemeinde thronend das Wort Gottes. Wie eine Kanzel thront der Gipfel des Predigtstuhls über der Steinernen Rinne – daher der Name. Doch der Predigtstuhl im Wildern Kaiser ist nicht der einzige Gipfel mit diesem Namen. Noch gut ein Dutzend felsiger Gipfel mit senkrechten Abbrüchen trägt denselben Namen. Sogar in Norwegen gibt es eine solche Felskanzel. Doch keine ist unter Kletterern so berühmt wie der Predigtstuhl im Wilden Kaiser.

 

Erstbegeher:

Erstmals bestiegen wurde der Predigtstuhl 1895 vom Bergführer Johann Tavonaro, der später  als erster Hüttenwirt das Stripsenjochhaus bewirtschaftete. Tavonaro, der weder lesen noch schreiben konnte, war jedoch ein listiger Geschäftsmann. Als Bergführer wollte er sich das Exklusivrecht auf die Führung des Predigtstuhls wahren. Deshalb machte er derartig dürftige Angaben über den Verlauf seiner Route, sodass kein Aspirant jemals seinen Weg ohne ihn als Bergführer hätte finden können. Doch Tavonaros Plan ging nicht ganz auf. Keine drei Wochen nach Tavonaros Erstbegehung kletterte der deutsche Jurastudent Karl Botzong durch den nach ihm benannten Botzong-Kamin auf den Gipfel. Diese Route machen wir heutzutage im Abstieg.

Im Aufstieg klettern wir jedoch die viel ästhetischere Nordkante. Sie setzt sich aus mehreren Teilstücken zusammen, die von verschiedenen Kletterern erstbegangen wurden. Den oberen Teil kletterte 1904 der in Kufstein stationierte bayerische Zollbeamte Josef Ostler seilfrei und im Alleingang, den unteren Teil 1908 der Münchener Hans Matejak und das Oppelband der Münchener Bildhauer Otto Oppel (1906).

Interesse oder noch Fragen? Dann schreib uns …

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