Teilnehmer:
max. 2 TN pro Bergführer

 

Kosten:
410,00 Euro p.P. (255,00 Euro p.P. bei 2 Teilnehmern)
Inkl. Vorbereitungstag:
740,00 Euro p.P. (440,00 p.P. bei 2 Teilnehmern)

 

Ausrüstung:
Helm*, Kletterpatschen*, Klettergurt*, Berg- oder Wanderschuhe,                kleiner Rucksack, Jause
*Kosten Leihausrüstung 9,00 Euro (pro Person/Tag nicht inbegriffen)

 

Schwierigkeit:
Kondition: ####
Technik: #####
(3+, vielfach 3. Längere Strecken aber auch einfacher)

No 4 Kopftörlgrat Ellmauer Halt

 

Ablauf:

 

Der Köpftörlgrat bietet schöne luftige Gratkletterei in ausgezeichnetem Kaiserfels auf den höchsten Kaisergipfel. Wir klettern über Felszacken auf und ab bis zum Gipfel der Ellmauer Halt, einem der aussichtsreichsten Gipfel im Wilden Kaiser. Der Abstieg führt über einen leichten Klettersteig zurück zum Ausgangspunkt.

 

Hintergrundgeschichte:

 

Gipfeltreffen: „Es war 17 Uhr vorbei, als der alte Führer Widauer, der auf der Ellmauer Halt mit der Ausbesserung des Gipfelhüttchens beschäftigt war, eine Gestalt auftauchen sah, wo noch keines Menschen Fuß gestanden hatte. Vielleicht hielt er sie für den leibhaftigen Gottseibeiuns.“ So schildert der Alleingänger Georg Leuchs das zufällige Zusammentreffen mit dem Scheffauer Bergführer Thomas Widauer auf dem Gipfel der Ellmauer Halt im Jahr 1900. Leuchs hat gerade als erster Mensch den Kopftörlgrat bezwungen. Ein Grat, der ähnlich wie das Totenkirchl noch kurz zuvor als unkletterbar galt. Die letzten Meter unterhalb des Gipfels sind die schwierigsten Passagen der gesamten Tour. Widauer gratulierte dem Solokletterer hochachtungsvoll mit einem tirolerischen „Teifi, Teifi“ zu seiner Leistung. Als erster offiziell autorisierter Bergführer der Region hatte auch er viele Touren und Kaisergipfel erstbestiegen. Das winzige Babenstuberhüttchen, das er gerade am Gipfel restaurierte, gibt es immer noch. Allerdings nicht mehr am Gipfel, sondern ein paar Meter unterhalb. Die Originalhütte hatte ein Blitz in Brand gesteckt.

 

Bergname:

Namensforscher deuten das im Kaiser öfter gebräuchliche Wort Halt als eine Bezeichnung für Weide. Die Vordere und Hintere Goinger Halt wären demnach die Gipfel oberhalb der Goinger Almweiden.

 

Erstbegeher:

1899 von dem Medizinstudenten Georg Leuchs erstbegangen. Georg Leuchs war ebenso wie die Erstbesteiger des Nordgrates der Fleischbank Mitglied im Akademischen Alpenverein München. Der Arzt galt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als bester Kaiser-Kenner. Viele Erstbegehungen tragen seinen Namen. Leuchs verfasste den ersten umfassenden Kletterführer vom Kaisergebirge. Dieses Standardwerk bezeichneten die Kletterer über Jahrzehnte kurz als „den Leuchs“. „Lies halt im ‚Leuchs‘ nach!“, war ein oft gehörter Ausspruch auf den Hütten.

Interesse oder noch Fragen? Dann schreib uns …

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